4. Soldan Kanzlei-Gründerpreis 2008
Die Darmstädter Anwaltskanzlei Rechtsanwälte SZK Stapelfeldt Zweschper Krumb ist Gewinner des 4. Soldan Kanzleigründerpreises.
Im Rahmen des Festaktes zum 100-jährigen Jubiläum der Hans Soldan GmbH wurden am 6. Juni 2008 im Französischen Dom in Berlin die Gewinner des diesjährigen Soldan Kanzleigründerpreises gekürt. Den 1. Platz von über 60 Bewerbern aus ganz Deutschland belegte die auf das Öffentliche Recht und das Immobilienrecht spezialisierte Darmstädter Rechtsanwaltssozietät Rechtsanwälte SZK.
Maßgeblich für den Erfolg der Rechtsanwälte SZK war neben der Spezialisierung auf das Öffentliche Recht und das Immobilienrecht vor allem der Verzicht auf das sog. Massengeschäft zu Gunsten einer Konzentration auf einige wenige Zielgruppen (hier vor allem die Beratung und Vertretung von Städten, Gemeinden und kommunalen Betrieben), die besondere Servicequalität und die Fokussierung auf den Kundennutzen.
In der Laudatio von Prof. Dr. Christoph Hommerich, Vorsitzender des Vorstandes des Soldan Institut für Anwaltsmanagement e.V., heißt es hierzu: "Diese Gründung hatte intensives Nachdenken darüber zur Voraussetzung, wie die Kanzlei für die von ihr zu bedienende Mandantschaft Nutzen stiften kann. Diese Frage steht im Vordergrund des umfassenden Gründungsplanes. Sie wird in nahezu jedem Detail durchdacht. Und auf die Details kommt es eben an. SZK ist zu einem Gründungsplan und vor allem zu sehr konsequentem Handeln in der Umsetzung dieses Plans zu gratulieren. Dieser Plan ist fachlich gut fundiert, er rückt den Mandanten in den Vordergrund aller Bemühungen. Seine Umsetzung hatte bereits Erfolg und verspricht weitere Erfolge."
Der "Soldan Kanzleigründerpreis" wird bundesweit im Turnus von zwei Jahren von der Hans Soldan GmbH gemeinsam mit dem Deutschen Anwaltverein (DAV) / Forum Junge Anwaltschaft, der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ausgeschrieben. Der Soldan Kanzlei-Gründerpreis richtet sich auf innovative Gründungsideen, die auf genauer Analyse basieren, auf in sich stimmigen Konzepten, Konsequenz in der Umsetzung und nicht zuletzt auch auf dem Nachweis wirtschaftlichen Erfolges im heiß umkämpften Markt für Rechtsdienstleistungen. Ausgezeichnet werden die drei überzeugendsten Kanzlei-Gründungskonzepte mit Sachpreisen im Wert von insgesamt 10.000 Euro.
Festakt im Französischen Dom (Berlin)
Von links nach rechts: RA Dr. Zugmaier (3. Preis), RA Dr. Damm (2. Preis), RA Dr. Stapelfeldt und RA Krumb (beide Rechtsanwälte SZK, 1. Preis)
Von links nach rechts: René Dreske, Oliver Zugmaier, Ole Damm, Alfred Stapelfeldt, Joachim Krumb, Axel C. Filges, Silke Waterschek und Christoph Hommerich.
Laudatio Prof. Dr. Hommerich
"Rechtsanwälte SZK, Stapelfeldt, Zweschper, Krumb aus Darmstadt, gründeten ebenfalls im Jahre 2005 eine Kanzlei, die nach eigener Aussage auf vier Säulen beruht: "Konsequente Spezialisierung, kompromisslose betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Kanzleimanagements, neue Servicequalität und zuletzt fortschrittliche Methoden der Akquise und Mandantenbindung".
Die Kanzlei ist spezialisiert auf das Verwaltungsrecht und das Immobilienrecht und im Wesentlichen auf eine Zielgruppe: Städte und Gemeinden sowie kommunale Unternehmen. Die Gründung basiert auf gut geprüften Marketingeinsichten. Eine lautet: Sich für Mandanten zu entscheiden, die untereinander viel kommunizieren, wodurch Kanzleien, die erfolgreich für sie arbeiten, schnell weiterempfohlen werden (im Slang der Marketingprofis heißt dies "homogene Zielgruppe mit hoher Binnenkommunikation"). Auf diese Zielgruppe ist das gesamte Marketingprogramm maßgeschneidert ausgerichtet. Das Konzept basiert auf einer genauen Analyse des Beratungsbedarfs öffentlicher Auftraggeber und mündet u.a. im Angebot einer "externen Rechtsabteilung für Kommunen".
Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Kanzlei ist ambitioniert und vor allem in der Hinsicht bewerkenswert, als erkannt wird, dass eine niedrige Kostenquote bei gegebenem Umsatz für höhere Gewinne sorgt. Bei manchen Gründern führt diese Einsicht dazu, dass sie grundsätzlich alle Kosten meiden, im Ergebnis aber auch nicht weiterkommen, weil sie nicht investieren. Bei unseren Gründern führt dies dazu, dass Kostenvorteile durch gezielte Investitionen ermöglicht werden. Investition in elektronische Aktenführung, Investition in die umfassende Nutzung von rechtlichen Datenbanken und nicht zuletzt Investition in ein Spracherkennungssystem mit dem Ziel der Ersparnis von Personalkosten für Schreibarbeiten. Das Ergebnis ist eine Kostenquote von knapp 28%, bei einem sechsstelligen Umsatz pro Kopf der Partner.
Die Kanzlei betont ihre besondere Servicequalität, die durch den Verzicht auf Massengeschäft und hierdurch mögliche schnelle Reaktionen auf Mandantenanfragen (möglichst am selben Tag, spätestens binnen 24 Stunden) ebenso ermöglicht wird, wie durch eine durchgehende telefonische Erreichbarkeit des Büros zwischen 7.00 Uhr morgens und 19.00 Uhr abends (abgesichert über einen professionell arbeitenden externen Büroservice). Mandanten werden ständig auf dem Laufenden gehalten, um die Zahl unaufgeforderter Anfragen zu senken. Die Kanzlei hat erkannt, dass in einer Informationsgesellschaft dem Thema der Vernetzung mit Kunden eine zentrale Bedeutung zukommt. Eine immer wichtiger werdende Plattform hierfür ist das Internet, in welchem die Kanzlei Informationen bereitstellt, die unmittelbar dem Kundennutzen dienen.
Damit ist ein wichtiges Stichwort gegeben: Diese Gründung hatte intensives Nachdenken darüber zur Voraussetzung, wie die Kanzlei für die von ihr zu bedienende Mandantschaft Nutzen stiften kann. Diese Frage steht im Vordergrund des umfassenden Gründungsplanes. Sie wird in nahezu jedem Detail durchdacht. Und auf die Details kommt es eben an.
SZK ist zu einem Gründungsplan und vor allem zu sehr konsequentem Handeln in der Umsetzung dieses Plans zu gratulieren. Dieser Plan ist fachlich gut fundiert, er rückt den Mandanten in den Vordergrund aller Bemühungen. Seine Umsetzung hatte bereits Erfolg und verspricht weitere Erfolge. Der erste Preis geht an Rechtsanwälte SZK, Dr. Alfred Stapelfeldt, Jochen Zweschper und Joachim Krumb.
Die vollständige Laudatio finden Sie
hier.
Die Jury
Die Jury bestand aus dem Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer, Herrn RA Axel Filges, dem Präsidenten des Deutschen Anwaltvereins, Herrn RA Hartmut Kilger, der Vorsitzendes des geschäftsführenden Ausschusses des Forums junge Anwaltschaft, Frau RAin Silke Waterschek, Herrn Dr. Joachim Jahn von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Herrn René Dreske, dem Geschäftsführer der Hans Soldan GmbH und Prof. Dr. Christoph Hommerich, dem Vorsitzender des Vorstandes des Soldan Institut für Anwaltsmanagement e.V.
Stimmen zum Gründerpreis
"Der Soldan Kanzlei-Gründerpreis wird ausgelobt, um vorbildliche Gründungen zu honorieren. Die drei in diesem Jahr prämierten Kanzleien sind ein schönes Beispiel für innovative Ideen, die über detaillierte Marktanalysen zu klaren Spezialisierungen auf eine Branche bzw. Rechtsgebiet führten und sich durch eine konsequente Umsetzung auszeichnen. Die Beispiele der Preisträger, aber auch alle anderen Bewerber, zeigen, dass im umkämpften Markt für Rechtsdienstleistung wirtschaftlicher Erfolg auch für Berufseinsteiger nach wie vor kein unerfüllter Traum bleiben muss".
René Dreske, Geschäftsführer der Hans Soldan GmbH und Mitglied der Jury
"An dieser Stelle erst einmal herzlichen Glückwunsch an die Preisträger. Als ehemalige Anwältin weiß ich, dass generell Fragen der Kanzleiorganisation nicht im Fokus der Ausbildung liegen und die Nutzung moderner Technologien noch weniger. Um so bewundernswerter ist die konsequente Ausrichtung der Kanzlei in dieser Hinsicht."
Monika Birkner
www.monika-birkner.de
Weiterführende Links
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Zeitschrift AZUR
Soldan GmbH
Soldan-Institut
UniSpiegel